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Jürgen Gesierich
WissensWerte
Jürgen Gesierich

Warum ich meiner Intuition vertraue

Von Jürgen Gesierich

4 Min.

Entscheidungen und ihr Preis

Glück, Zufriedenheit und Erfolg sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis der richtigen Entscheidungen – beruflich wie privat, im Alltag wie in wichtigen Lebensfragen. Doch gerade heute, in einer Welt voller Ablenkungen und Möglichkeiten, ist es oft schwer, sofort zu erkennen, was richtig ist.

Der Verstand allein hilft mir dabei nicht immer weiter. Immer wieder habe ich erlebt: Es gibt eine leise, innere Stimme – meine Intuition. Sie meldet sich als Ahnung, als Gefühl im Bauch, manchmal kaum greifbar, manchmal ganz stark. Wenn ich ihr folge, führen mich die Wege meist klar und sicher.

Persönliche Erlebnisse mit Intuition

Ich erinnere mich an viele Situationen, in denen meine Intuition mich begleitet – und sogar geschützt hat. Ein Beispiel: Im Skiurlaub wollte ich mit einer Freundin im Auto zurück zur Pension fahren. Ein Platz war frei, alles sprach dafür. Doch plötzlich meldete sich ein starkes Bauchgefühl: „Warte noch.“ Ich hörte darauf – und kurze Zeit später hatte genau dieses Auto einen schweren Unfall. Zum Glück blieb meiner Freundin fast nichts passiert, doch ich wusste: Meine Intuition hatte mich bewahrt.

Auch im Berufsleben habe ich die Bedeutung meiner inneren Stimme erfahren. Lange Zeit glaubte ich, dass eine angesehene und sichere Festanstellung als Akademieleiter das Richtige für mich sei. Doch innerlich fühlte ich mich immer leerer, unlebendiger. Schließlich hörte ich auf meine Intuition und gab die Stelle auf. Kurz danach gewann ich Lebensfreude, Humor und Zuversicht zurück. Ich spürte: Meine eigentliche Berufung liegt in der freiberuflichen Arbeit mit Menschen, die offen sind für Themen wie Gesundheit, Bewusstsein und Intuition.

Intuition hat mir nicht nur neue Wege eröffnet, sie hat mich auch mit den richtigen Menschen zusammengeführt. So ergaben sich zum Beispiel Aufträge über Umwege, die zunächst ganz unscheinbar aussahen – etwa ein Einkauf im Hofladen, der mich zufällig in Kontakt mit einem Unternehmer brachte, der mich später als Referenten engagierte. Solche „Zufälle“ passieren, wenn ich meiner inneren Stimme vertraue.

Was ist Intuition für mich

Die Wissenschaft beschreibt Intuition als Verarbeitung unbewusster Wahrnehmungen im Gehirn: Informationen werden verknüpft, und plötzlich erscheint uns eine Eingebung.
Für mich persönlich ist Intuition mehr als das: eine weise Führung durchs Leben. Sie spricht in Form von Gefühlen, Gedanken, Impulsen und Zeichen. Sie gibt Orientierung, zeigt Richtungen und schenkt mir Sicherheit in unsicheren Momenten.

Die amerikanische Intuitionstrainerin Nancy Rosanoff hat es so formuliert:
„In der Intuition wissen wir etwas, ohne zu wissen, warum wir es wissen.“
Ich selbst sage: Intuition ist die Sprache des Lebens – manche nennen es innere Stimme, andere höhere Macht oder einfach Gott. Wichtig ist, diese Eingebungen wahrzunehmen, aber auch zu prüfen. Denn nicht jede Eingebung ist gleich ein sicherer Wegweiser.

Gefühle, Verstand und Intuition

Gefühle, Verstand und Intuition greifen ineinander, doch sie unterscheiden sich:
Der Verstand wägt ab, vergleicht, argumentiert – er kann aber blockieren, weil er sich an Ängste, Gewohnheiten oder gesellschaftliche Normen klammert.

Gefühle zeigen mir meine wahren Bedürfnisse. Sie können ein wertvoller Hinweis für meine Entwicklung sein, wenn ich bereit bin, sie anzuschauen, statt sie zu verdrängen.

Emotionen dagegen sind oft unruhig und schwankend – wie das Verliebtsein oder die Aufregung bei einem Fußballspiel. Sie können manipuliert werden, während echte Gefühle Klarheit schaffen.
Intuition entsteht genau dann, wenn Denken und Fühlen in Einklang kommen. In diesen Momenten erlebe ich Klarheit – schnell, einfach und erstaunlich zuverlässig.

Blockaden und Hindernisse

Nicht jeder hört seine Intuition gleich stark. Gründe können fehlender Glaube, Angst vor Veränderung, alte Gewohnheiten oder ein zu verstandesbetontes Leben sein. Übertriebener Materialismus, starre Traditionen oder die Angst vor dem Alleinsein blockieren die innere Stimme oft.
Ich habe gelernt: Wer Intuition entwickeln will, braucht Offenheit, Mut und die Bereitschaft, auf sich selbst zu vertrauen. Frauen fällt das oft leichter, weil sie mehr auf ihr Bauchgefühl hören. Aber auch Männer können lernen, wieder auf ihre innere Stimme zu achten.

Lebenserfolg durch Intuition

Wenn ich meine Intuition bewusst wahrnehme und ihr vertraue, treffe ich klarere Entscheidungen – und muss weniger „Reparaturen“ durchführen, die aus Fehlentscheidungen entstehen. Jeder Tag, der von stimmigen Entscheidungen geprägt ist, reiht sich wie eine Perle an den nächsten. So entsteht echter Lebenserfolg: ein Leben im Einklang mit mir selbst.

Meine Essenz

Für mich ist Intuition kein Mysterium, sondern ein Werkzeug des Lebens. Sie schenkt Orientierung, Schutz und Zuversicht. Sie eröffnet Wege, die der Verstand allein nicht sehen kann. Je öfter ich ihr vertraue, desto klarer wird ihre Stimme – und desto leichter und freier wird mein Leben.


„Intuition ist meine stille Begleiterin, meine innere Weisheit, meine Verbindung zum Wesentlichen.“

Zwei Menschen schauen beim Sonnenuntergang über das Meer
Jürgen Gesierich

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